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ISO (ASA), Belichtung, Blende und Verschlusszeit: Was ist das und wie funktioniert es?
Um mit einer Point-and-Shoot-Kamera (Kompaktkamera) zu fotografieren, benötigt man die Kamera selbst (offensichtlich) und Film. Und gerade bei der Auswahl des Films habe ich verstanden, dass ich mich ein wenig mit ISO, Belichtung, Blende und Verschlusszeit auseinandersetzen muss. Lassen Sie uns also gemeinsam darüber sprechen. Beginnen wir mit ISO.
ISO – eines der Schlüsselparameter in der Fotografie, das die Empfindlichkeit des Sensors oder Films gegenüber Licht bestimmt. Früher wurde die Bezeichnung ASA verwendet, aber das Prinzip blieb dasselbe.
Was ist ISO?
ISO (International Organization for Standardization) – ist ein internationaler Standard, der die Empfindlichkeit des Sensors einer Digitalkamera oder des Films bestimmt. Der ISO-Standard für die Fotografie wurde 1974 eingeführt und vereinte die vorherigen Systeme ASA (amerikanisch) und DIN (deutsch). ISO ermöglicht es Fotografen, sich leicht an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen, indem sie die Empfindlichkeit der Kamera ändern.
Was ist ASA?
ASA (American Standards Association) – ist ein altes System zur Messung der Empfindlichkeit von Film, das in den USA bis in die 1980er Jahre verwendet wurde. Es war dem modernen ISO ähnlich: Zum Beispiel entspricht ASA 200 ungefähr ISO 200. Parallel dazu wurde in Europa das DIN-System verwendet, das auf einer logarithmischen Skala basierte.
Warum wurde auf ISO umgestellt?
Der Übergang zu ISO erfolgte zur Vereinheitlichung der weltweiten Standards. Vor ISO verwendeten verschiedene Länder ASA, DIN oder andere Systeme, was die internationale Nutzung von Fototechnik erschwerte. Dank ISO haben Fotografen auf der ganzen Welt einen einheitlichen, verständlichen Standard für die Empfindlichkeit erhalten.
Vereinheitlichung ist gut. Wir können jetzt einen ähnlichen Übergang zu USB-C (Type-C) bei allen neuen Gadgets sehen.
Wofür steht der ISO-Wert?
In der Filmfotografie bestimmt ISO (ASA) die chemische Empfindlichkeit des Films. Ein hoher Wert bedeutet, dass der Film schneller auf Licht reagiert, aber die Bilder aufgrund der Struktur der lichtempfindlichen Elemente körniger werden.
Was passiert, wenn die ISO des Sensors und die ISO des Films unterschiedlich sind?
Einer meiner Kameras (Kodak Cameo) hat einen ISO-Schalter. Daher müssen wir verstehen, wie diese Einstellung funktioniert.
Kodak Cameo
Wenn ISO 200 an der Kamera eingestellt ist und Film 200 verwendet wird
Die Kamera belichtet das Bild korrekt entsprechend der Empfindlichkeit des Films. Es ergibt sich eine ausgewogene Belichtung (was Belichtung ist, werden wir weiter unten besprechen).
Wenn ISO 400 an der Kamera eingestellt ist und Film 200
Die Kamera "denkt", dass der Film empfindlicher ist, als er tatsächlich ist, und passt die Einstellungen entsprechend ISO 400 an. Dies führt zu unterbelichteten Bildern (dunkel), da der Film 200 mehr Licht benötigt.
Solchen Film kann man während der Entwicklung/Scannens "retten", aber die Körnigkeit wird zunehmen.
Wenn die Kamera es erlaubt, das richtige ISO manuell einzustellen – sollte man das einstellen, was auf dem Film angegeben ist. Wenn nicht – sollte man verstehen, wie sich dies auf die Belichtung auswirkt und wie man dies bei der Entwicklung kompensieren kann.
In der Regel haben Kompaktkameras ein festes ISO, daher muss auch der Film entsprechend ausgewählt werden. Und man muss mit der entsprechenden Lichtmenge fotografieren.
Wofür stehen die Zahlen 100, 200, 400 usw.?
Diese Werte geben an, wie empfindlich der Sensor oder Film gegenüber Licht ist. Bei einer Verdopplung des ISO (zum Beispiel von 100 auf 200) wird nur halb so viel Licht benötigt, um ein korrekt belichtetes Bild zu erhalten.
ISO 100-200 – für sonniges Wetter
ISO 400 – für bewölktes Wetter und Aufnahmen im Schatten (in Innenräumen)
ISO 800+ – für Aufnahmen bei schwachem Licht, aber mit sichtbarem Korn auf dem Foto
Was ist Belichtung?
Belichtung (Exposure) – ist die Menge an Licht, die während der Aufnahme auf den Sensor oder Film fällt. Sie bestimmt, wie hell oder dunkel das Bild wird. Die Belichtung wird durch drei Parameter kontrolliert: ISO, Blende und Verschlusszeit.
Überbelichtetes Bild – zu viel Licht, das Foto wird sehr hell, es gibt überbelichtete Bereiche.
Unterbelichtetes Bild – zu wenig Licht, das Foto wird dunkel, Details in den Schatten gehen verloren.
Was ist Blende?
Blende (Diaphragm) – ist die Öffnung im Objektiv, durch die das Licht hindurchtritt. Sie wird in f-Zahlen gemessen (zum Beispiel f/2.8, f/5.6, f/11). Eine kleinere Zahl bedeutet eine größere Öffnung und mehr Licht:
Große Blende (f/2.8, f/1.8) – mehr Licht, unscharfer Hintergrund (gut für Porträts)
Kleine Blende (f/8, f/11, f/16) – weniger Licht, mehr Details in der Tiefe (gut für Landschaften)
Was ist Verschlusszeit?
Verschlusszeit (Shutter Speed) – ist die Zeit, während der die Kamera Licht auf den Film oder Sensor lässt. Wenn Sie den Knopf an der Kamera drücken, öffnet sich ein spezieller Mechanismus (Vorhang), und das Licht tritt ein. Je länger er offen bleibt, desto mehr Licht wird erfasst.
Eine kurze Verschlusszeit (zum Beispiel 1/1000 s) ermöglicht es, schnelle Momente einzufangen, wie die Bewegung eines Autos oder eines Sportlers. Eine lange Verschlusszeit (zum Beispiel 1 s oder länger) ermöglicht es, im Dunkeln zu fotografieren oder Effekte zu erzeugen, wie Bewegungsunschärfe von Wasser oder Lichtspuren von Autos.
Das sind grundlegende Dinge, die man (meiner Meinung nach) wissen sollte, bevor man den ersten Film / die erste Kamera kauft. Ich hoffe, dass dieser Beitrag für jemanden nützlich sein wird.