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Was ist Stollen? Die Geschichte des beliebten Weihnachtsgebäcks aus Deutschland
Stollen – ist ein traditionelles deutsches süßes Gebäck mit einer reichen Geschichte. Dieses Dessert ist ein Symbol für Weihnachten und eines der beliebtesten Backwaren der Welt, gleichauf mit dem italienischen Weihnachtsbrot Panettone. Im Gegensatz zum leichten, luftigen Panettone ist Stollen jedoch dichter und geschmacklich intensiver.
Interessant ist, dass das deutsche „Christstollen“ nichts anderes bedeutet als „Weihnachtsbrot“.
Stollen ist eine Kombination aus Teig mit einer großen Menge Butter, kandierten Früchten, Nüssen, Marzipan und Gewürzen. Oft werden die kandierten Früchte und Trockenfrüchte zuvor in starkem Alkohol – Rum oder Cognac – eingeweicht, was ihnen einen besonderen Geschmack und Aroma verleiht. Ein charakteristisches Merkmal des Stollens ist seine dicke Schicht aus Puderzucker. Der Zucker hat nicht nur eine symbolische, sondern auch eine praktische Bedeutung, über die wir später sprechen werden.
штолен у розрізі
Die Beliebtheit des Stollens reicht bis ins Mittelalter zurück, als er als Fastenbrot in der Adventszeit (den letzten vier Wochen vor Weihnachten) zubereitet wurde. Ursprünglich war es ein recht einfaches Gericht, da nur Mehl, Wasser, Hefe und Öl verwendet wurden. Doch im 15. Jahrhundert, genauer gesagt 1491, nach dem sogenannten „Butterbrief“, der von Papst Innozenz VIII. herausgegeben wurde und die Verwendung von Butter beim Backen auch in der Fastenzeit erlaubte, wurde das Rezept reichhaltiger und schmackhafter. Dies gab den Anstoß zur Verfeinerung des Gerichts. Die Form des Stollens symbolisierte das in eine Decke gewickelte Kind Jesus Christus, und die weiße Schicht aus Puderzucker – den Schnee, der an Weihnachten die Erde bedeckte.
Welche Grundzutaten werden zur Zubereitung von Stollen verwendet?
Für die Zubereitung des traditionellen Stollens werden verwendet:
Viele Trockenfrüchte und kandierte Früchte, die in Rum oder Cognac eingeweicht sind
Nüsse (Mandeln oder Walnüsse) für die Textur
Marzipan
Gewürze – Zimt, Muskatnuss oder Kardamom
Puderzucker zur Dekoration und zur Verhinderung des Austrocknens des fertigen Gebäcks. Das ist in der Tat das praktische Ziel, auf das wir zu Beginn des Beitrags hingewiesen haben.
Wie wird Stollen zubereitet?
Der Prozess der Zubereitung von Stollen ist ziemlich lang, aber er ist jede Minute wert. Die Trockenfrüchte werden im Voraus, manchmal mehrere Tage vorher, in Alkohol eingeweicht. Der Teig mit einer großen Menge Butter, Gewürzen, kandierten Früchten und Trockenfrüchten wird geknetet, in ein längliches Brot geformt und gebacken. Nach dem Backen wird der Stollen mit geschmolzener Butter und einer dicken Schicht Puderzucker bedeckt, was hilft, seine Frische lange zu bewahren.Besonders ist die Reifung des Desserts nach dem Backen. Stollen schmeckt am besten 1-2 Wochen nach dem Backen. Manchmal dauert die „Reifung“ sogar einen Monat. Dies ist notwendig, damit die Aromen der Zutaten vollständig zur Geltung kommen und jeden Zentimeter des Gebäcks durchdringen. Und dank der großen Menge Butter bleibt der Stollen mehrere Monate nach dem Backen frisch.
Welche Varianten von Stollen gibt es?
Neben dem klassischen Christstollen gibt es auch andere Varianten:
Butterstollen mit besonders viel Butter
Mohnstollen mit Mohn
Quarkstollen auf Käsebasis
Marzipanstollen mit einer Schicht Marzipan.
штолен з марципаном
Am bekanntesten ist der Dresdner Stollen. Dieses Gebäck hat den Status einer geografischen Angabe, was bedeutet: Nur Desserts, die in Dresden nach dem traditionellen Rezept hergestellt werden, dürfen sich Dresden Christstollen nennen. Jährlich findet in der Stadt ein Stollenfest statt, bei dem ein riesiges Dessert mit einem Gewicht von mehreren Tonnen zubereitet und mit einem speziellen meterlangen Messer geschnitten wird.Traditionell wird Stollen zu Tee, Kaffee oder heißem Glühwein serviert. Man kann ihn als eigenständiges Gericht genießen oder als Grundlage für festliche Desserts verwenden, zum Beispiel mit Butter oder Marmelade servieren. Er ist mehr als nur ein Gebäck. Er ist Teil der Weihnachtstradition, erfüllt von den Aromen des Festes, von heimeliger Gemütlichkeit und dem Geschmack der Kindheit.