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Dieser Inhalt wurde automatisch aus dem Ukrainischen übersetzt.
Ricoré (Рікоре) — ist ein lösliches Getränk, das Kaffee und Zichorie kombiniert und seit über einem halben Jahrhundert Teil des Alltags in Frankreich ist. Für manche ist es einfach eine sanftere Alternative zu Kaffee, für andere der Geschmack der Kindheit, Morgen in der Küche und gemächliche Frühstücke. Es lässt sich schwer als modisch oder trendig bezeichnen, aber genau darin liegt seine Stärke: Ricoré ist stabil, erkennbar und sehr „hausgemacht“.
Ursprung und Zusammensetzung des Getränks
Ricoré wurde 1953 von der Firma Nestlé kreiert. Die Basis des Getränks besteht aus einer Mischung aus löslichem Kaffee und löslichem Zichorien. Zichorie ist die geröstete Wurzel der Pflanze Cichorium intybus, die seit dem 18. und 19. Jahrhundert in Europa als Ersatz oder Beimischung zu Kaffee verwendet wurde. Sie enthält kein Koffein, hat eine natürliche bitter-süße Note und harmoniert gut mit dem Kaffeegeschmack.
In der klassischen Version von Ricoré ist der Zichorienanteil recht hoch, wodurch das Getränk milder, weniger bitter und weniger anregend ist als normaler Kaffee. Man trinkt es normalerweise mit heißer Milch oder einer Mischung aus Milch und Wasser — selten als rein „schwarzes“ Getränk.
Die Einführung von Ricoré fiel in die Nachkriegszeit, als Kaffee in Europa noch ein teures und nicht immer verfügbares Produkt war. Die Zugabe von Zichorie ermöglichte es, die Kosten zu senken, während der vertraute Geschmack und das Aroma erhalten blieben. Im Gegensatz zu vielen „Kaffeeersatzstoffen“ aus Kriegszeiten verschwand Ricoré jedoch nicht mit der Rückkehr des Wohlstands.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Getränk allmählich über die Logik der Einsparung hinaus und wurde zu einem vollwertigen Produkt mit eigener Identität. Werbekampagnen in den 1970er und 1990er Jahren festigten das Bild von Ricoré als Getränk für die ganze Familie, ideal für Frühstück, warme Gespräche und einen ruhigen Start in den Tag.
Warum Ricoré in Frankreich so beliebt ist
Die Liebe zu Ricoré in Frankreich beruht nicht nur auf dem Geschmack. Erstens ist es eine Frage der Gewohnheit und kulturellen Kontinuität. Für viele Franzosen ist es ein Getränk, das ihre Eltern oder Großeltern getrunken haben. Es wird mit Zuhause, Küche, Milch in der Tasse und morgendlicher Stille assoziiert.
Zweitens fügt sich Ricoré gut in die französische Einstellung zu Kaffee als Ritual ein, nicht nur als Quelle von Koffein. Es ist kein „Unterwegs“-Getränk, sondern etwas, das man langsam genießt, oft zusammen mit Toast oder Croissant. Der niedrigere Koffeingehalt macht es auch für diejenigen angenehm, die keinen starken anregenden Effekt wünschen.
Drittens ist der Geschmack von Zichorie an sich nicht fremd für die französische Küche. Er wird nicht als Kompromiss wahrgenommen, sondern eher als eine eigene, vollwertige Geschmacksrichtung.
Geografie der Beliebtheit
Ricoré wird zweifellos am meisten mit Frankreich assoziiert. Dort ist es praktisch in jedem Supermarkt erhältlich und bleibt ein Massenprodukt. Neben Frankreich findet man es auch in Belgien, Spanien, Portugal, Polen und einigen anderen europäischen Ländern.
Gleichzeitig hat die Idee, Kaffee mit Zichorie zu kombinieren, eine deutlich breitere geografische Verbreitung. Ähnliche Getränke gibt es in den USA (insbesondere in New Orleans), in Südafrika sowie in Ländern Mittel- und Osteuropas. Dennoch ist Ricoré im französischen Kontext im Wesentlichen zur Marke geworden, die für diesen Ansatz zu Kaffee steht.
Heute ist Ricoré kein modisches Spezialprodukt und kein Teil der dritten Welle der Kaffeekultur. Es ist eher ein Beispiel dafür, wie ein Getränk durch Emotionen, Erinnerungen und Einfachheit relevant bleiben kann. Man trinkt es nicht, weil es „besser“ ist, sondern weil es vertraut, vorhersehbar und komfortabel ist.
In diesem Sinne ist Ricoré ein gutes Beispiel dafür, wie gastronomische Kultur nicht nur aus hohen Geschmäckern und Trends besteht, sondern auch aus den Dingen, die einfach lange bei den Menschen bleiben.
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