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Wer sind NEET: die Bedeutung des Begriffs und wie sie sich von Hikikomori unterscheiden

Beitrags-Cover: Wer sind NEET: die Bedeutung des Begriffs und wie sie sich von Hikikomori unterscheiden
Dieser Inhalt wurde automatisch aus dem Ukrainischen übersetzt.
Wenn Sie Anime schauen, Manga lesen oder sich für die japanische Popkultur interessieren, ist das Wort NEET wahrscheinlich mindestens einmal in Verbindung mit den Begriffen Hikikomori, Otaku oder Freeter aufgetaucht. Daher ist es leicht, es als Bezeichnung für eine weitere japanische Subkultur oder einfach als Synonym für eine Person zu verstehen, die zu Hause sitzt und nicht arbeitet.
In Wirklichkeit ist alles etwas komplizierter. NEET ist vor allem ein sozial-ökonomischer Begriff, der jedoch nicht in Japan entstanden ist. Die Japaner haben ihn viel später übernommen, und dort hat er zusätzliche kulturelle Assoziationen erhalten und ist in Manga, Anime und Internet-Slang eingegangen.

Was bedeutet NEET

NEET ist ein Akronym für das englische Not in Education, Employment or Training: eine Person arbeitet nicht, lernt nicht und erhält keine berufliche Ausbildung.
Auf Englisch wird NEET ungefähr wie „neet“ ausgesprochen. Im Japanischen wird das Wort in Katakana geschrieben — ニート (nīto, ungefähr „nito“).
In ukrainischen Texten wird häufig die originale Schreibweise NEET beibehalten. So wird der Begriff beispielsweise in modernen Materialien UNICEF Ukraine über Jugendliche mit NEET-Status verwendet. Die Varianten „ніт“ und „ніти“ sind ebenfalls in einigen ukrainischen wissenschaftlichen und populären Texten zu finden, aber eine etablierte ukrainische Entsprechung gibt es bisher nicht.
Deshalb ist es am bequemsten, von „einer Person mit NEET-Status“, „Jugendlichen der NEET-Kategorie“ oder einfach von der englischen Abkürzung zu sprechen. Die Variante „neet“ ist eher als Übertragung der Aussprache geeignet, insbesondere wenn es um Anime und japanische Popkultur geht.

Woher stammt der Begriff NEET

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Trotz der starken Assoziation mit Japan hat der Begriff britische Wurzeln.
Ende der 1990er Jahre suchte man in Großbritannien nach einer Möglichkeit, junge Menschen zu beschreiben, die nach dem Abschluss der Pflichtschule nicht weiter lernen, nicht arbeiten und keine berufliche Ausbildung erhalten. Im Jahr 1999 veröffentlichte die britische Social Exclusion Unit einen Bericht Bridging the Gap: New Opportunities for 16–18 Year Olds Not in Education, Employment or Training. Nach diesem Bericht wurden die Formulierung not in education, employment or training und das Akronym NEET weit verbreitet. 
Im Laufe der Zeit begann man, den Begriff auch in anderen Ländern und in internationalen Statistiken zu verwenden. Dabei gibt es keinen einheitlichen universellen Altersbereich für NEET: Er hängt vom jeweiligen Land und der Forschungsmethodik ab.

Wie NEET in Japan auftauchte

In Japan wird der Begriff seit Anfang der 2000er Jahre besonders aktiv diskutiert. Das englische NEET wird hier zu dem japanischen ニート — nīto, und mit der Übernahme ändert sich auch teilweise seine Bedeutung.
Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt verwendete traditionell den Begriff der sogenannten 若年無業者 — junger Menschen ohne Arbeit. Zu dieser Gruppe gehörten Personen im Alter von 15–34 Jahren, die nicht arbeiten und gleichzeitig nicht lernen und sich nicht um den Haushalt kümmern.
Dies ist ein wichtiger Unterschied zum breiteren internationalen Begriff NEET. Eine Person, die ihren Job verloren hat und aktiv nach einem neuen sucht, kann in internationalen Statistiken als NEET gezählt werden, entspricht jedoch nicht unbedingt der traditionellen japanischen Definition nīto. Aus diesem Grund unterscheiden einige Studien manchmal sogar zwischen internationalen NEET und dem spezifisch japanischen Begriff Niito.
Eine bedeutende Rolle bei der Popularisierung des Begriffs in Japan spielte das Buch des Ökonomen Yūji Genda und der Journalistin Mie Maganumi ニート―フリーターでもなく失業者でもなく, das 2004 veröffentlicht wurde. Der Titel lässt sich ungefähr als „NEET: weder Freeter noch Arbeitslose“ übersetzen. Das Buch war jungen Menschen gewidmet, die aus dem gewohnten Weg „Bildung — Jobsuche — Beschäftigung“ herausfielen.
Gerade in dieser Zeit begann „nito“ allmählich, die Grenzen der Soziologie und staatlichen Statistik zu überschreiten und wurde ein bekanntes Wort der japanischen Massenkultur.

NEET und Hikikomori — nicht dasselbe

NEET wird oft mit Hikikomori verwechselt, da eine Person tatsächlich zu beiden Kategorien gehören kann.
Aber die Begriffe beschreiben unterschiedliche Dinge.
NEET bezieht sich auf Arbeit und Bildung. Eine Person arbeitet nicht, lernt nicht und erhält keine berufliche Ausbildung.
Hikikomori bezieht sich auf soziale Isolation. Eine Person nimmt über einen längeren Zeitraum kaum am gesellschaftlichen Leben teil und bleibt überwiegend zu Hause.
Deshalb ist ein NEET nicht unbedingt ein Hikikomori. Er kann das Haus verlassen, Freunde treffen, Hobbys haben, aktiv im Internet kommunizieren oder reisen — und dabei nicht arbeiten und nicht lernen.
Umgekehrt kann eine Person sehr isoliert leben, aber remote arbeiten. In diesem Fall wäre es bereits ungenau, von einem NEET-Status zu sprechen.
Gerade weil sich diese Zustände überschneiden können, werden sie in der japanischen Popkultur oft in einer Figur kombiniert. Zum Beispiel studiert der Charakter Tatsuhiro Satō aus Welcome to the N.H.K. nicht, arbeitet nicht und verlässt fast nie seine Wohnung. Seine Geschichte zeigt also gut den Unterschied: Das Fehlen von Arbeit und Bildung entspricht dem Begriff NEET, während die langfristige Selbstisolation bereits mit Hikikomori verbunden ist.

Und wer ist ein Freeter

Neben NEET begegnet man in Materialien über die japanische Gesellschaft oft einem weiteren Wort — Freeter (フリーター, furītā).
Und hier ist der Unterschied grundlegend: Freeter arbeitet.
So werden hauptsächlich junge Menschen bezeichnet, die anstelle einer festen Karriere in Teilzeit, stundenweise oder in wechselnden temporären Jobs arbeiten. In Japan wurde der Begriff besonders in den 1980er und 1990er Jahren bemerkenswert, lange bevor das Wort nīto weit verbreitet wurde.
Deshalb kann ein Freeter keine stabile Arbeit haben, aber er nimmt trotzdem am Arbeitsmarkt teil. NEET — nicht.

Warum das Wort NEET eine negative Konnotation erhalten hat

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In der Statistik ist es lediglich eine Kategorie, aber in der alltäglichen japanischen Sprache hat sich ニート allmählich zu einem Etikett entwickelt.
Der Grund liegt teilweise im Begriff selbst: Er beschreibt eine Person ausschließlich durch das, was sie nicht tut. Sie lernt nicht. Sie arbeitet nicht. Sie erhält keine Ausbildung. Aber es sagt nichts darüber aus, warum das so ist.
Hinter einem Status können ganz unterschiedliche Geschichten stehen: gescheiterte Jobsuche, lange Pause nach dem Studium, familiäre Umstände, Verlust der Motivation, wirtschaftliche Probleme oder Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg ins normale Leben nach längerer Isolation.
In der Massenkultur verschwinden all diese Nuancen oft. So entsteht das stereotype neet: eine junge Person ohne Arbeit, die bei den Eltern lebt, Videospiele spielt, im Internet sitzt und nicht besonders motiviert ist, etwas zu ändern. Dieses Bild wurde durch Anime, Manga, Videospiele und Foren einem Publikum jenseits Japans bekannt.
Deshalb sollte man das Wort NEET in Anime nicht automatisch als exakte soziologische Diagnose verstehen. Oft ist es einfach eine kurze Charakterisierung einer Figur, die nicht arbeitet und nicht lernt und aus dem gewohnten gesellschaftlichen Weg für ihr Alter herausgefallen ist.
Und den Unterschied zwischen den verwandten japanischen Begriffen kann man sich ziemlich einfach merken: NEET spricht über Beschäftigung und Bildung, Freeter — über instabile oder temporäre Arbeit, und Hikikomori — über soziale Isolation. Diese Begriffe können sich überschneiden, sind aber keine Synonyme.
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