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Burnout-Kultur: Das Karoshi-Phänomen in Japan und der Welt

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Karōshi (Karōshi, 過労死) — ist ein japanischer Begriff, der wörtlich als „Tod durch Überarbeitung“ oder „Tod durch Überstunden“ übersetzt wird. Er beschreibt das Phänomen, bei dem Arbeitnehmer, oft jung und gesund, plötzlich sterben oder ernsthafte Gesundheitsprobleme (zum Beispiel einen Schlaganfall oder Herzinfarkt) aufgrund von extremem Stress und übermäßig langen Arbeitszeiten erleiden.

Essenz des Phänomens 

Das Phänomen Karōshi entstand in Japan in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als das Land eine Phase des rasanten wirtschaftlichen Wachstums erlebte. Es spiegelt eine Kultur wider, in der Loyalität gegenüber dem Unternehmen und Fleiß höher geschätzt werden als die persönliche Gesundheit.
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Faktoren, die zu Karōshi beitragen

Das Phänomen Karōshi ist mit der japanischen Unternehmenskultur verbunden. Die Hauptfaktoren, die zu Karōshi beitragen, sind übermäßige Arbeitsstunden, bekannt als Zangyō. Oft sind Arbeitnehmer informell verpflichtet, deutlich mehr als 60–80 Stunden pro Woche zu arbeiten, um ihre Hingabe zu demonstrieren. Dieser Druck wird durch das Konzept „ganbaru“ (頑張る) verstärkt, was „alle Anstrengungen unternehmen“ oder „nicht aufgeben“ bedeutet, und verwandelt Fleiß in eine unerbittliche soziale Pflicht. Das Fehlen von ausreichender Erholung und ständiger emotionaler Druck führen zu vollständiger körperlicher und geistiger Erschöpfung.
Karōshi äußert sich in der Regel in Form von plötzlichen medizinischen Katastrophen, die durch chronischen Stress und Überarbeitung verursacht werden und das Herz-Kreislauf-System betreffen. Die häufigsten Todesursachen sind Herzinfarkte und Schlaganfälle. Darüber hinaus gibt es den Begriff Karojisatsu (Karojisatsu), der „Selbstmord durch Überarbeitung“ bedeutet. Dies bezieht sich auf Fälle, in denen Arbeitnehmer aufgrund psychischer Störungen, insbesondere Depressionen, die durch übermäßige Arbeitsbelastung verursacht werden, Selbstmord begehen.
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Anerkennung und Bekämpfung

Die japanische Regierung erkennt Karōshi als Berufskrankheit an und zahlt Entschädigungen an die Familien, wenn nachgewiesen wird, dass der Tod durch Überstunden verursacht wurde. Für die offizielle Anerkennung sind in der Regel dokumentarische Beweise erforderlich, dass der Arbeitnehmer im Monat vor dem Vorfall mehr als 80–100 Überstunden gearbeitet hat. Trotz gesetzgeberischer Initiativen zur Reduzierung der Arbeitszeit bleibt Karōshi ein tief verwurzeltes Problem.
Der Begriff Karōshi stammt aus Japan, aber das Phänomen extremer Überarbeitung ist nicht auf dieses Land beschränkt. Die globale „Hustle-Kultur“ (hustle culture) und die ständige Verbindung durch Technologie führen zu ähnlichen Problemen weltweit. Karōshi fordert ein Umdenken in der Arbeitsmoral und der Bedeutung der Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts zwischen Arbeit und Privatleben.

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