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Dieser Inhalt wurde automatisch aus dem Ukrainischen übersetzt.
Was ist Misophonie?
Misophonie ist ein neurologisches Phänomen, bei dem eine Person eine starke negative emotionale Reaktion auf bestimmte Geräusche empfindet. Im Griechischen bedeutet "μῖσος" "Hass" und "φωνή" "Geräusch", also wörtlich "Hass auf Geräusche".
Es ist nicht nur eine Irritation durch laute Musik der Nachbarn oder den Lärm der Autobahn vor dem Fenster. Menschen mit Misophonie reagieren oft mit Aggression oder Angst auf völlig alltägliche Geräusche, die die meisten Menschen nicht einmal bemerken:
- Schmatzen beim Essen
- Laute Atmung oder Schnarchen
- Klicken von Stiften oder Fingern
- Rascheln von Tüten oder Papier
- Schmatzen oder Zungenschnalzen
Wie äußert sich das?
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Café, genießen Ihren Kaffee, aber nebenan beginnt jemand laut zu schlürfen. Eine Welle der Irritation überkommt Sie, Sie spüren, wie Ihr Herz schneller schlägt, und in Ihrem Kopf gibt es nur einen Gedanken – wegzulaufen oder die Person zu zwingen, aufzuhören.
Menschen mit Misophonie können Folgendes empfinden:
- Ärger und Irritation
- Angst und Panik
- Körperliches Unbehagen (z. B. Verspannungen, beschleunigter Herzschlag, Schwitzen)
- Den Wunsch, sich von auslösenden Geräuschen zu isolieren
Diese Reaktionen können so stark sein, dass die Person gezwungen ist, bestimmte soziale Situationen zu vermeiden, zum Beispiel nicht ins Café zu gehen oder gemeinsame Mittagessen mit der Familie zu meiden.
Warum entsteht Misophonie?
Die genauen Ursachen der Misophonie werden noch erforscht, aber Wissenschaftler neigen zu der Meinung, dass sie mit einer erhöhten Empfindlichkeit bestimmter Gehirnstrukturen zusammenhängt, insbesondere derjenigen, die für die Verarbeitung von Geräuschen und die emotionale Reaktion darauf verantwortlich sind.
Studien zeigen, dass bei Menschen mit Misophonie:
- Eine Hyperaktivität in der Amygdala – dem Bereich des Gehirns, der für Emotionen und Reaktionen auf Bedrohungen verantwortlich ist – auftritt.
- Es eine anormale Interaktion zwischen der Hörrinde und dem limbischen System gibt, die die übermäßige emotionale Reaktion auf Geräusche erklären könnte.
- Sie oft bereits in der Kindheit oder Jugend entwickelt wird und sich im Laufe der Zeit verstärken kann.
Interessanterweise tritt Misophonie häufig bei Menschen mit Angststörungen, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder zwanghaften Störungen (OCD) auf.
Gibt es eine Behandlung für Misophonie?
Leider gibt es bisher keine spezielle Behandlung für Misophonie, aber es gibt Methoden, die helfen, besser damit umzugehen:
- Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) hilft, die Reaktion auf auslösende Geräusche zu verändern.
- Geräuschtherapie (z. B. Verwendung von weißem Rauschen oder Hintergrundmusik) hilft, störende Geräusche zu maskieren.
- Meditation und Entspannungstechniken können das Stress- und Angstniveau senken.
- Die Verwendung von Ohrstöpseln oder Kopfhörern ist die einfachste, aber effektive Methode, um unangenehme Geräusche zu vermeiden.
Wenn Sie einen Freund oder Verwandten mit Misophonie haben, ist das Beste, was Sie tun können, seine Grenzen zu respektieren. Machen Sie keine Witze über seine Reaktionen, zwingen Sie ihn nicht, auslösende Geräusche zu ertragen, und versuchen Sie, wenn möglich, diese zu vermeiden.
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