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Blattläuse und Ameisen: eine seltsame Allianz, die man oft auf Blumen sehen kann

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Viele Gärtner und Blumenliebhaber haben ein merkwürdiges Bild bemerkt: Auf den Stängeln von Rosen, Pfingstrosen oder jungen Trieben anderer Pflanzen sitzen kleine grüne oder schwarze Blattläuse, während daneben ständig Ameisen herumwuseln. Auf den ersten Blick scheint es, als würden die Ameisen die Schädlinge jagen oder einfach zufällig in der Nähe herumlaufen. In Wirklichkeit gibt es jedoch eine echte Symbiose zwischen ihnen – eines der interessantesten Beispiele für „Zusammenarbeit“ in der Welt der Insekten.
Die Blattläuse und Ameisen sind so eng miteinander verbunden, dass Wissenschaftler diese Beziehungen oft mit der menschlichen Viehzucht vergleichen. Ameisen „züchten“ die Blattläuse buchstäblich, kümmern sich um sie, schützen sie und tragen sie sogar auf neue Pflanzen.

Wer sind die Blattläuse und warum mögen Gärtner sie nicht

Die Blattlaus ist ein kleines Insekt, das sich von Pflanzensaft ernährt. Sie sticht mit ihrem dünnen Rüssel in junge Triebe, Blätter oder Knospen und saugt die Nährstoffe heraus. Dadurch wird die Pflanze geschwächt, die Blätter rollen sich ein, die Knospen verformen sich und die jungen Triebe können sogar austrocknen.
Besonders gerne befallen Blattläuse Rosen, Johannisbeeren, Holunder, junge Obstbäume, Pfingstrosen, Kapuzinerkressen und Gemüseanbau.
Die Blattläuse vermehren sich sehr schnell. Bei warmem Wetter kann eine Kolonie innerhalb weniger Tage um ein Vielfaches anwachsen. Deshalb bemerken Gärtner oft plötzlich ein Problem: Gestern sah die Pflanze noch gesund aus, und heute ist der gesamte Trieb bereits mit kleinen Insekten bedeckt.
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Warum brauchen Ameisen die Blattläuse

Das Hauptgeheimnis dieser Allianz ist die süße Flüssigkeit, die die Blattläuse absondern. Sie wird als Honigtau oder Honigtau bezeichnet.
Wenn die Blattläuse sich von dem Pflanzensaft ernähren, nehmen sie sehr viele Zucker auf, können diese aber nicht vollständig verwerten. Den Überschuss an zuckerhaltiger Flüssigkeit scheidet das Insekt in kleinen Tropfen nach außen aus. Für die Ameisen ist das eine wahre Delikatesse.
Ameisen „melken“ die Blattläuse buchstäblich: Sie berühren sie mit ihren Antennen, um die Absonderung eines süßen Tropfens zu stimulieren, den sie dann ablecken. Manchmal kann man sogar sehen, wie eine Ameise die Kolonie der Blattläuse fast so umgeht, wie ein Schäfer seine Herde.
Wenn auf der Pflanze Ameisen sind, verhalten sie sich oft sehr aggressiv gegenüber anderen Insekten. Der Grund ist einfach: Marienkäfer, Goldaugen und einige Larven fressen aktiv Blattläuse und entziehen den Ameisen somit ihre Nahrungsquelle.
Deshalb vertreiben die Ameisen räuberische Insekten, greifen Marienkäfer an und tragen sogar die Blattläuse auf neue Triebe, um der Kolonie zu helfen, sich schneller auszubreiten. Manchmal gehen sie sogar noch weiter: Wissenschaftler haben beobachtet, wie Ameisen die Eier der Blattläuse in ihren Ameisenhügeln für den Winter verstecken und sie im Frühling zurück auf die Pflanzen bringen. Für die Welt der Insekten ist dies eine sehr ungewöhnliche und komplexe Form des Zusammenlebens.
Wissenschaftler glauben, dass die Zusammenarbeit zwischen Ameisen und Blattläusen vor Millionen von Jahren entstanden ist. In der Natur gibt es sogar Ameisenarten, die sich speziell auf die „Betreuung“ von Blattläusen spezialisiert haben.
Diese Symbiose hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass man sie heute fast überall auf der Welt beobachten kann – von wilden Wäldern bis zu städtischen Beeten und Hausgärten.
Für den Menschen sieht diese Zusammenarbeit fast komisch aus: kleine Ameisen kümmern sich um noch kleinere Insekten wegen einer süßen „Belohnung“. Aber für die Pflanzen ist es ein echtes Problem, da Kolonien von Blattläusen unter dem Schutz der Ameisen viel schneller wachsen können.
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Warum erscheinen Blattläuse oft gerade auf Blumen

Blumen und junge Zierpflanzen sind besonders anfällig aufgrund ihrer zarten, saftigen Triebe. Genau diese befallen die Blattläuse am liebsten. Rosen gelten überhaupt als eines der beliebtesten Ziele dieses Schädlings.
Am häufigsten greifen Blattläuse junge Knospen, die Spitzen der Triebe und noch nicht entfaltete Blätter an. Besonders schnell entwickeln sich Kolonien auf Pflanzen, die zu viel Stickstoffdünger erhalten, da die saftigen jungen Gewebe für die Insekten ein ideales Umfeld bieten.
Wenn die Kolonie beginnt, aktiv Honigtau abzusondern, finden die Ameisen sie sehr schnell. Deshalb ist das Auftreten einer großen Anzahl von Ameisen auf Blumen oft ein Signal, dass irgendwo in der Nähe bereits Blattläuse sind – selbst wenn sie nicht sofort sichtbar sind.

Schaden Ameisen den Pflanzen

Die Ameisen selbst sind normalerweise nicht so gefährlich für die Pflanzen wie die Blattläuse. Durch den Schutz der Kolonien verstärken sie jedoch indirekt das Problem erheblich.
Ameisen können Blattläuse zwischen verschiedenen Pflanzen transportieren und helfen den Schädlingen somit, sich schneller im Garten auszubreiten. Darüber hinaus entwickelt sich auf den Blättern aufgrund des Honigtaus häufig ein Rußtau – ein dunkler Belag, der der Pflanze das normale Atmen und das Lichtnehmen erschwert. Wenn es zu viele Ameisen in der Nähe der Wurzeln gibt, hindern sie manchmal die jungen Pflanzen daran, sich normal zu entwickeln.
Deshalb bedeutet im Gartenbau der Kampf gegen Blattläuse oft automatisch auch die Kontrolle über die Ameisen.

Wie man gegen Blattläuse und Ameisen vorgeht

Gärtner empfehlen normalerweise, umfassend vorzugehen. Wenn man nur die Blattläuse entfernt, können die Ameisen eine neue Kolonie bringen. Und wenn man nur gegen die Ameisen kämpft, bleiben die Blattläuse trotzdem auf den Pflanzen.
In den frühen Stadien der Infektion hilft manchmal einfaches Abspülen der Blattläuse mit einem starken Wasserstrahl. Auch Seifenlösungen oder Aufgüsse auf Basis von Knoblauch, Tabak oder Asche werden verwendet. Diese Methoden funktionieren jedoch am besten, wenn die Kolonie noch klein ist.
Wenn die Blattläuse bereits massenhaft die Triebe und Knospen bedecken, muss man normalerweise spezielle Insektizide verwenden. Für Zierpflanzen und Blumen werden häufig Produkte auf Basis von Imidacloprid, Acetamiprid, Thiamethoxam oder Pyrethroiden eingesetzt. Diese können unter verschiedenen Handelsnamen verkauft werden, aber das Wirkprinzip ist ähnlich: Das Mittel wirkt entweder direkt auf das Schädling oder dringt in den Pflanzensaft ein, durch den die Blattläuse während der Nahrungsaufnahme sterben.
Die Behandlung erfolgt normalerweise bei trockenem, windstillen Wetter, früh am Morgen oder am Abend, um die Blätter nicht zu verbrennen und den Bienen nicht zu schaden. Besonders wichtig ist es, die Unterseite der Blätter und die jungen Spitzen der Triebe gründlich zu besprühen – genau dort verstecken sich am häufigsten die Kolonien der Blattläuse.
Nach ein paar Tagen wird die Behandlung oft wiederholt, da aus den Eiern neue Insekten schlüpfen können. Man sollte auch daran denken, dass einige Produkte eine Gewöhnung bei den Schädlingen hervorrufen, weshalb erfahrene Gärtner manchmal verschiedene Wirkstoffe abwechseln.
Es ist auch wünschenswert, die Ameisen separat zu kontrollieren. Wenn in der Nähe der Pflanzen ein großer Ameisenhaufen ist, können die Ameisen die Blattläuse ständig zurück auf die Triebe bringen. Dazu werden spezielle Köder, Gele, Pulver oder Barriere-Klebebänder an den Stämmen von Bäumen und Sträuchern verwendet.
Auch das Beschneiden stark befallener Triebe und die moderate Verwendung von Stickstoffdüngern hilft, da ein Übermaß an jungen saftigen Pflanzen die Blattläuse buchstäblich anzieht.

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