Dieser Inhalt wurde automatisch aus dem Ukrainischen übersetzt.
Der Ausdruck “auf Brüderschaft trinken” ist den meisten als uraltes Zeichen der Freundschaft oder Sympathie bekannt, wenn zwei Personen – normalerweise ein Mann und eine Frau (in der modernen Auslegung) – ihre Hände kreuzen, aus Gläsern trinken und danach zum “Du” übergehen. Hinter diesem einfachen Ritual steht jedoch eine interessante Geschichte und Symbolik, die mehrere Jahrhunderte zurückreicht.
Das Wort “Brüderschaft” stammt aus dem Deutschen Brüderschaft, was wörtlich “Bruderschaft” bedeutet. Im mittelalterlichen Deutschland hatte dieser Begriff eine direkte Bedeutung – den Abschluss eines “Bruderschaftsvertrags” zwischen zwei Personen. Ein solches Ritual wurde von gemeinsamem Trinken von Wein oder Bier begleitet, und manchmal auch von einem Kuss auf die Wange, der gegenseitiges Vertrauen symbolisierte. Im Laufe der Zeit wurde das Ritual weniger offiziell, behielt jedoch den Geist der Gleichheit: “auf Brüderschaft trinken” bedeutete, näher zu kommen, Formalitäten abzubauen und sich zwanglos anzusprechen.
In der Ukraine hat sich dieser Brauch im 18.–19. Jahrhundert unter dem Einfluss der deutschen Kultur etabliert. Er wurde ein unverzichtbarer Teil der Tischsitten, besonders unter Militärs, Studenten und im städtischen Umfeld. Daher stammt die Tradition – die Gläser zu heben, die Hände zu verweben, zu trinken und dann sich zu küssen – als Zeichen neuer Bekanntschaft oder Beginn einer Freundschaft.
Analoge Bräuche existieren auch in anderen Ländern. Zum Beispiel gibt es in Frankreich den Ausdruck “boire à la fraternité” (“auf die Bruderschaft trinken”), und in der englischsprachigen Welt hört man “drink to friendship” oder “cheers to new friends”. Doch gerade das deutsche Brüderschaftstrinken mit dem charakteristischen Ritual der verschlungenen Hände bleibt die bekannteste und farbenfrohste Variante.
Heute wird der Ausdruck “auf Brüderschaft trinken” nicht nur wörtlich verwendet. Er hat oft eine übertragene Bedeutung – “näher kommen”, “offizielle Distanz abbauen” oder “eine gemeinsame Sprache finden”. Und obwohl moderne Manieren nicht immer das Ritual selbst vorsehen, bleibt seine Symbolik von Freundschaft und Vertrauen lebendig.
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