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Manchmal erscheinen die interessantesten Blogthemen unerwartet. Zum Beispiel, wenn ein Unternehmensgeschenk von der Arbeit nach Hause kommt – eine Obstbox mit Exotik. Unter den bekannten sizilianischen Orangen, Pomelos, Mandarinen, Maracuja und Mangos finden sich einige etwas ungewöhnliche und geheimnisvolle Früchte: Lychee, Pitahaya und Granadilla. Genau über Letztere möchten wir in diesem Beitrag berichten.
Also, begrüßt: Granadilla, auch bekannt als Passionsblume, eine sehr nahe Verwandte der Maracuja. Granadilla (Passiflora ligularis) ist eine tropische Frucht aus der Familie der Passionsblumen. Äußerlich ist sie rund oder leicht oval, mit einer harten, glatten Schale in orange oder gelb. Im Inneren befindet sich ein sehr aromatisches, gelatineartiges Fruchtfleisch mit schwarzen und braun-violetten essbaren Samen. Wie bereits erwähnt, ist der nächste und bekannteste „Verwandte“ der Passionsblume die Maracuja. Sie sind subjektiv sehr ähnlich in Aroma und Geschmack. Im Grunde sind es verschiedene Arten einer Gattung, aber Granadilla ist normalerweise süßer und milder im Geschmack, ohne eine ausgeprägte Säure.
Wenn man den Geschmack kurz beschreiben möchte, sieht das Geschmacksprofil der Granadilla so aus:
süß
fruchtig-blumig
sehr aromatisch
mit einer leichten tropischen Frische.
Im Gefühl – etwas zwischen Maracuja, Birne und tropischem Honig. Die Säure ist minimal, daher wird Granadilla oft einfach mit einem Löffel gegessen, ohne Süßung.
Ein wenig historischer Exkurs
Der Name Passiflora stammt vom lateinischen passio, was übersetzt „Leid“ bedeutet. Ein nicht sehr passender Name für den Geschmack der Frucht, daher ist uns die englische Übersetzung passion, die im Kontext der Übersetzung etwas besser passt – „Leidenschaft“.
Doch, wie man so schön sagt, aus einem Lied kann man keine Worte streichen. Spanische Missionare in Südamerika sahen in der Struktur der Passionsblume Symbole der Passion Christi:
Staubgefäße – das sind die Nägel
Fruchtknoten – das ist das Kreuz
Krone – die Dornenkrone.
Von hier kommt auch der epische, etwas mystische Name. Es gibt jedoch die Theorie, dass das Wort „Granadilla“ dennoch mit dem spanischen granada – „Granatapfel“ – in Verbindung gebracht wird, aufgrund der Ähnlichkeit der Frucht mit einem kleinen Granatapfel und der großen Anzahl von Samen im Inneren.
Womit kombiniert man Granadilla?
Granadilla ist eine universelle und sehr „freundliche“ Frucht in der Küche. Sie passt hervorragend zu:
Nachspeisen: Mousse, Cheesecakes, Panna Cotta
Joghurt und Quark
Obstsalaten
Sorbets und Eiscreme
Cocktails und Limonaden.
Außerdem kann man aus Passionsblumen eine Soße machen und sie als Akzent zu Pfannkuchen oder belgischen Waffeln verwenden.
Kann man Granadilla aus einem Kern ziehen?
Genau diese Frage beschäftigt uns oft, wenn uns exotische Früchte in die Hände fallen. Nach einer Durchsicht von Foren im Internet kann man eine kurze Antwort geben: Ja, man kann seine eigene Granadilla aus einem Kern ziehen, aber es gibt einige Nuancen.
Was benötigt wird:
frisches Saatgut (aus einer gut gereiften Frucht)
leichte, durchlässige Erde
Wärme im Raum (nicht unter +20-22 °C)
viel Licht
eine Stütze (Granadilla ist eine Liane, kein Baum).
Wichtige Punkte:
der Samen keimt nicht schnell (ca. 2-6 Wochen)
unter Wohnbedingungen kann die Pflanze wachsen und blühen
Früchte erscheinen selten, für die Fruchtbildung kommt man nicht ohne Bestäuber oder manuelle Bestäubung aus
im Freiland überlebt die Pflanze in unserem Klima nicht den Winter.
Das heißt, Granadilla als Zierpflanze zu ziehen – ist durchaus realistisch, aber für die Ernte sind Gewächshaus und Geduld erforderlich.
Zusammenfassend können wir sagen, dass Granadilla nicht nur eine süße und aromatische tropische Verwandte der Maracuja ist. Es ist eine Frucht mit einer interessanten Geschichte und symbolischem Namen, eine hervorragende Zutat für Desserts und Getränke und eine Pflanze, die man zu Hause anbauen kann, wenn auch eher „für die Seele“. Sie ist ein perfektes Beispiel dafür, wie eine exotische Frucht aus einer Geschenkbox zu einer eigenen gastronomischen Geschichte werden kann.