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Handfasting: eine alte Tradition des "Händebindens" in Hochzeitsritualen
Unter den alten Hochzeitsbräuchen nimmt Handfasting — das symbolische Ritual des “Händebindens” — einen besonderen Platz ein, das die Vereinigung zweier Menschen in der Ehe bedeutet. Die Tradition hat keltische Wurzeln und vereint tiefen Sinn, Einfachheit und die Schönheit des Brauchtums.
Was ist Handfasting?
Das Wort handfasting stammt vom altenglischen handfæstung — “Hände binden”. Während der Zeremonie werden die Hände des Bräutigams und der Braut mit einem Band, einer Schnur oder einem Stoff umwickelt, wodurch ein “Einheitsknoten” entsteht. Daher stammt auch der englische Ausdruck “tying the knot” (“den Knoten binden”), der heute die Eheschließung bedeutet.
Wie verläuft die Tradition?
Je nach Kultur oder moderner Interpretation kann das Ritual unterschiedlich aussehen. Am häufigsten stehen die Brautleute sich gegenüber, halten sich an den Händen, während der Zeremonienleiter oder nahe stehende Personen ihre Handflächen mit Bändern umwickeln. Die Anzahl der Knoten oder die Farben der Stoffe haben ebenfalls symbolische Bedeutung — zum Beispiel steht Rot für Liebe und Leidenschaft, Grün für Harmonie, Blau für Treue.
Ursprung
Handfasting entstand bei den Kelten bereits in vorchristlicher Zeit. Im Mittelalter wurde dieses Ritual in Schottland oft als “Probe-Ehe” verwendet: Das Paar konnte ein Jahr und einen Tag zusammenleben, danach entschied es, ob es offiziell heiraten wollte. Später verschmolz die Tradition mit offiziellen Hochzeitsriten oder verschwand unter dem Einfluss der Kirche, doch die Erinnerung daran blieb in den Volkslegenden erhalten.
Moderne Bedeutung
Heute erlebt Handfasting eine Wiederbelebung als symbolisches Element von Hochzeitszeremonien in Europa und den USA. Es wird von Paaren gewählt, die ihrer Hochzeit alte Bräuche, Spiritualität oder ein unkonventionelles Ritual hinzufügen möchten. Besonders beliebt ist es unter Anhängern neupaganer Strömungen sowie bei denen, die sich für die keltische Kultur interessieren.
In vielen modernen Hochzeitsagenturen wird Handfasting als “zusätzliches Ritual” zur klassischen Zeremonie angeboten.
Bei den Kelten wurde dieses Ritual oft im Freien, am Lagerfeuer oder unter einem heiligen Baum durchgeführt.
In Schottland und Irland wird Handfasting heute als Teil offizieller Hochzeitszeremonien anerkannt.